RorschachsHeritage

- Dieser Char basiert auf die Hintergrundgeschichte von Watchmen. -
Jeder Tagebucheintrag ist mit realen Spielern erspielt.
Bitte respektiert, dass ich besondere Ereignisse in Form eines
'Tagebucheintrages' verewigen werde. Anonym oder verlinkt.



Rorschach's Tagebuch;
14. Oktober 1987, 12:34 Uhr.

Es stank. Die Stadt stank nach Blut und verfaultem Fleisch. Ich weiß gar nicht, wieso sich dieser Geruch so tief
ins Hirn gefressen hat.. Egal. Sinnfrei, darüber nachzudenken. Mein Vorgänger hatte Recht. Ich hatte Recht.
„Diese Stadt hat Angst vor mir. Ich habe ihr wahres Gesicht gesehen. Die Straßen sind verlängerte Gossen,
und die Gossen sind voller Blut, und wenn die Abwässer schließlich überschwappen, wird das gesamte Ungeziefer ersaufen.“

Wir haben Recht..





Geschlecht:
Ohne ihr 'Gesicht' ist sie unübersehbar ein Mädchen.



Alter:
Das vermag keiner zu sagen.. Findet es heraus?



Real Name:
Ebenso unbekannt.


Known As:
Rorschach.


Stadt:
Unsesshaft. Aber meistens in den Gossen New York's.
1988




Naturhaarfarbe:
Dunkelbronze-Rot;
Momentan Schwarz gefärbt.


Job:
Stay Alert...
Watchman!


Motto:

Der ganze Schmutz ihres Geschlechtslebens und ihre Morde wird um ihre Hüften schäumen..
And all the whores and politicians will look up and shout „Save Us!“...:
...and I'll look down, and whisper, „..No“.


Rorschach's Tagebuch;
Donnerstag, ..? Oktober 1987, 07:29?

Scheiße.. Was ist passiert?? Laut Uhr kurz vor Zwölf. Meine schöne Uhr.. völlig demoliert..
Es ist kalt und ich bin völlig durchnässt. Aber meine eigentlichen Schmerzen lagen über
meinen ganzen Körper verteilt. Donnerstag, hörte ich von den Leuten. Das Datum?
Ich weiß nicht mehr..
Hab ziehmlich was auf den Deckel bekommen. Und mein Geld für diesen Monat ist auch weg..
Wurde überfallen. Hab einige blaue Flecken als Markenzeichen bekommen. Mistschweine..






„Sollte man der Kindheit den Rücken kehren?“

Ich war 4 Jahre alt, woran ich mich am frühesten erinnern kann. Mein Vater saß auf einer
dieser großen, dreieckigen Dächer, hatte mich auf dem Schoß und erzählte mir ein paar
Dinge über die Sterne. „Wally..“ sagte er, „Sterne sind einsam. Sie scheinen so nahe, und
doch sind sie weiter voneinander entfernt, als man denkt.“

Mein Vater hat nie viel mit mir gesprochen. Aber er war da, wenn es mir besonders schlecht
ging. Er war da, wenn meine Stiefmutter mich wieder aus der Wohnung geschmissen hat.
Er war da, wenn ich wieder auf's Maul gekriegt hab, für etwas, wofür ich nix konnte.
Und er war da, wenn ich dachte, ich wüsste nicht mehr weiter..
Meine leibliche Mutter? Starb bei meiner Geburt.
Die Schulzeit war am angenehmsten. Ich war einer der besten Schüler, unter ihnen.
Aber er entfernte sich immer mehr von mir..
Meine Stiefmutter stresste mich von Tag zu Tag auch noch öfter und lies mir einfach
keine Ruhe.. Sie hatte hin und wieder irgendwelche Freunde gehabt, aber nie wollte
es klappen. Entweder, weil niemand sie ertragen konnte oder, weil sie gemerkt haben,
dass sie sie nur um's Geld beschiss.
Ich ging gerne in die Schule. Hatte dort meine Ruhe, hab auch dannach noch dort gelernt.
Meistens so lange, bis ich raus geschickt wurde. Und dann fing die Hölle wieder von vorne an..
Doch genau in diesen Momenten, in denen ich kein Bock mehr hatte, kam er zu mir.
Wir haben nicht viel geredet, wenn wir das 'überhaupt' taten, doch seine Anwesenheit alleine
schöpfte neuen Mut in mir. Er war ein guter Mann. Ein guter Vater.
Auch, wenn er kaum hier war. Er ließ mich nicht alleine.

„Nein... er war immer bei mir.“





Rorschach's Tagebuch;
Donnerstag, 22. Oktober 1987, 23:24

Es regnet immernoch. Hab am Nachmittag 'nen Straßen-Schäferhund getroffen.
War alleine, tat mir leid. Nahm ihn mit und hab ihm Futter gegeben. Ein guter Junge.
Erinnert mich ein wenig an mich selbst.
Am selben Tag Abend's ein kleines Mädchen mit 'ner Platzwunde aufgegabelt. Hab sie
ein wenig versorgt und 'n paar interessante Informationen raus bekomm. Werd mich
demnächst mal um ein paar Wärter im Waisenhaus kümmern!





Rorschach's Tagebuch;
Freitag, 23. Oktober 1987, 21:06

Dieses Arschloch! Hab mich auf seinem Dach breit gemacht um in's Tagebuch zu schreiben.
Hat mich dieser Army-Wichser bedroht und nachdem ich mich ruhig verhielt, einfach angeschossen.
Schlechter Mensch.. mieser Charakter. Würde 'n unschuldiges Kind töten.
Hat mich an der rechten Schulter verletzt. Bin noch zu schwach, um mich zu rächen..
Aber mein Tag wird kommen. Zum Arzt gehe ich nicht. Hab da 'ne eigene Lösung.




„Sollte ich das Blut an meinen Händen abwischen;
Und nie mehr wieder schmutzig machen?“


Mein erstes Vergehen? War mit 15. Ich bin erst gegen halb 10 Abend's auf dem Weg nach
Hause gewesen. Unmittelbar davor habe ich komische Geräusche gehört. Klang wie zwei
Walrosse beim Vögeln.. Doch als ich besser hinhörte, vernahm ich auch ein Schluchzen.
Oder ein Wimmern? Oder beides?. Mir lief es kalt den Rücken runter.. Meine Hand glitt
instinktiv zum Messer in meiner Hosentasche. Ich hatte es mal gefunden, weil es einen
schönen, Kirschholz-glänzenden Griff hatte, behalten. Dessen Klinge wurde an einem 12.
August das erste Mal mit Blut befleckt. Mit dem Blut, eines Vergewaltigers. Ich kam zu spät,
um die Frau vor seinem Schwanz zu retten. Aber nicht zu spät, um sie vielleicht vor dem
Tod zu bewahren. Irgendwie ging es leicht, sich an ihn ran zu schleichen. Ich blieb hinter
ihm stehen, holte aus und rammte ihm die Klinge mit massig Druck und so schnell es
ging durch seinen Nacken. Meine Finger liessen los, Panik stieg an. Nicht nur meine, oder
die der Frau, sondern auch die, des Mannes. Er schrieh kratzig auf, röchelte nach Luft,
betastete die rausragende Klingenspitze an seinem Hals, kippte um und krümte sich der
Schmerzen wegen. Die Frau tat es ihm gleich - der Angst wegen. Ich habe keine Ahnung,
wie oft sie 'Danke' gesagt hatte. Es war mir egal. Diese Nacht blieb ich wach im Bett. Ich
wusste, dass er an meinem Fenster stand und mich beobachtet hatte. Aber ich wusste
nicht, was er über mich dachte..







Rorschach's Tagebuch;
Samstag, 30. Oktober 1987, 00:03

Hab mir gestern Nachmittag ein Tattoo stechen lassen. Nicht irgendeines..
Das Zeichen, meines Vaters.
Bin noch nie vor einem fremden Menschen in Tränen ausgebrochen.. Aber dieser Kerl,
Baikin hieß er, hat es genau richtig gemacht.
1 zu 1. Ich war überglücklich.. Trage ihn nun immer in der Nähe meines Herzens. Danke ihm.
Sogar sehr..







„The Heritage Of His Mask..“

Kurze Zeit später sah ich ihn - in den Medien! Ich konnte es nicht fassen..
Rorschach; Walter Kovacs?!
Ich wusste nicht, ob ich weinen, oder lachen sollte. Oder beides? Ja.. das habe ich
letztendlich getan. Ich habe gelacht und gleichzeitig geweint. Gelacht,
weil ich es nicht fassen konnte, dass nie gemerkt zu haben; Geweint,
weil mein eigener Vater im Knast saß. Walter Kovacs, alias Rorschach, saß im Knast..

Am 1. November, 1985 um 04:32 sah ich ihn zum letzten Mal. Wir saßen, wie damals, oben auf dem Dach. Diesmal saß ich neben ihm.
Hatte meinen Kopf auf seine Schulter gelegt. In dieser Früh hatten wir unser längstes Gespräch:
„Erinnerst du dich, was ich damals über Sterne behauptet habe?“
„Ja.“
„Die Menschen sind im Grunde gleich.“
„Wie meinst du das?“
„Sie sind so gleich, dass sie schon wieder zu verschieden sind.
Sie lieben und töten sich selber. Nah aneinander und doch weit entfernt.“
„Dad?“
„Hm?“
„Ich liebe dich..“

Ich bekam keine Worte zurück. Aber einen Kuss auf die Stirn und einen Zettel in die Hand.
Das reichte mir völlig aus. Zum Zeitpunkt des Massenmordes in New York war ich
nicht anwesend. Zu dem meines Vaters..? Wer weiß..

Ob ich der Vergangenheit meinen Rücken kehren sollte?
Nein.. Ich bin glücklich dafür, ihn kennen gelernt zu haben.

Ob ich meine Hände rein waschen sollte?
Nein.. mein Vater war ein guter Mann. Missverstanden. Aber er hat das Richtige getan.
Ich führe die Erbschaft seiner Maske weiter! Er hat es verdient!

Er hatte mir mal einen Witz erzählt.

Guter Witz..

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Neugierig auf weitere Einträge?


Rorschach's Tagebuch;
Sonntag, 31. Oktober 1987, Gegen 21:00 Uhr Abends

Eines der merkwürdigsten Erlebnisse in meinem Leben.. War wieder am Boden
zerstört, depremiert.. Mitten im Schneefall steht ein Mann vor mir. Wort hieß er.
Seltsamer Name und genauso seltsamer Mann. Weiß nicht wieso, aber mir ging's
nach und nach irgendwie besser. Das Wort Gottes, sagte er; Ich weiß immernoch
nichts damit anzufangen.. egal. Schicksal hat seine Gründe. Und seinen Sinn.
!PatrickCallum-3932, Montag, 26. November 2012, 05:07 Uhr
ElenaDiLauro, Dienstag, 11. Januar 2011, 14:19 Uhr

Dir auch ein frohes Neues! :-)

Hoffe du bist gut reingerutscht.

Ne, keine Ahnung wo der steckt o.O

!LareynaWren-220, Donnerstag, 04. November 2010, 01:47 Uhr

 

AzhrarnValmont, Mittwoch, 03. November 2010, 14:28 Uhr

*Badly in love with Rorschach* - Großartiges Gästebuch.